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8. MĂ€rz 2010 DIE LINKE. Schleswig-Holstein, Antifaschismus

You'll never walk alone! LINKE SH beteiligt sich an Demonstrationen

DIE LINKE in Schleswig-Holstein ruft zu den Demonstrationen am 13. und 27. MĂ€rz in Kiel und LĂŒbeck auf.

Neofaschistische Umtriebe in Schleswig-Holstein sind eine traurige RealitĂ€t und haben mit zwei SchĂŒssen, die am 20. Januar auf ein beleuchtetes Fenster im alternativen Wohnprojekt „Alte Meierei“ abgefeuert wurden, einen neuen Höhepunkt erreicht. Diese Aktion zeigt, dass die militante Neonaziszene selbst vor gezielten MordanschlĂ€gen nicht zurĂŒckschreckt. Andere Treffpunkte linker Menschen, wie die T-Stube in Rendsburg, auf die im letzten Jahr ein Brandanschlag verĂŒbt wurde, das alternative Jugendzentrum (AJZ) in NeumĂŒnster, das soziale Zentrum in Norderstedt, die Arbeitslosen-Initiative, die Hansastraße 48 und der Buchladen Zapata (alle Kiel) sind immer wieder mit Angriffen von Neonazis konfrontiert. Auch BĂŒros der LINKEN gehören zu den Zielen von Faschist_innen; zuletzt unser BĂŒro in Schleswig, in dem in der Nacht nach der blockierten Neonazidemo in Dresden am 13.2. die Fensterscheiben zerstört wurden.

Unsere SolidaritĂ€t gehört allen, die Opfer rechter Gewalttaten wurden! Wir sind aufgefordert durch Aufmerksamkeit und Zivilcourage im Alltag den Faschist_innen, der Politik und der gesamten Bevölkerung zu zeigen, dass wir die vom Hass gegen Andersdenkende oder Andersaussehende geprĂ€gte Ideologie des Faschismus niemals und nirgendwo akzeptieren werden. Wichtig ist, deutlich zu machen, dass uns alle Menschen gleich viel Wert sind. SammelunterkĂŒnfte fĂŒr FlĂŒchtlinge, die hier Schutz suchen oder der Abschiebeknast in Rendsburg werden von der LINKEN abgelehnt. Die deutsche Sozialgesetzgebung, die zwischen AsylbewerberInnen und anderen Menschen unterscheidet, ist von einem Alltagsrassismus geprĂ€gt, den wir nicht akzeptieren dĂŒrfen. Er ist einer der NĂ€hrböden fĂŒr faschistische Ideologie.

In die politische Debatte um „Extremismus“ geht DIE LINKE mit einem klaren Standpunkt und weist alle unsĂ€glichen Versuche Rechtsextremismus mit Linksradikalismus gleichsetzen zu wollen, scharf zurĂŒck. Die von schwarz-gelb auf Bundes- und Landesebene angestrebten KĂŒrzungen bei Programmen gegen Rechtsextremismus und die gleichzeitige AnkĂŒndigung Programme gegen Linksradikalismus stĂ€rker zu finanzieren sind eine Verhöhnung der 139 Menschen, die von Neonazis seit 1990 ermordet worden sind.

Der schleswig-holsteinische Landtag beschĂ€ftigte sich auf Antrag unserer Fraktion in diesem Jahr erstmals mit dem Neonaziaufmarsch in LĂŒbeck und verabschiedete eine Resolution fĂŒr ein friedliches und solidarisches Schleswig-Holstein.

In der Debatte blieb DIE LINKE dabei die einzige Partei, die sich im Landtag klar zu einem Verbot von NeonaziaufmĂ€rschen bekannt hat und in Blockaden ein legitimes Mittel sieht, um diese zu verhindern.  

Unsere Forderungen im Kampf gegen den Faschismus sind:

  • Das Verbot von allen neofaschistischen Organisationen und AufmĂ€rschen!
  • Programme gegen Rechtsextremismus ausbauen!
  • Finanzielle Hilfen fĂŒr Opfer rechter Gewalt!
  • Alle verharmlosenden Gleichsetzungsversuche von links und rechts einstellen!
  • Alle Menschen gleichwertig behandeln!