Eine deutliche Reaktion auf Übergriffe rechtsgerichteter Gewalttäter hat der OB-Kandidat der LINKEN, Raju Sharma, heute in Kiel von den Verantwortlichen im Kieler Rathaus eingefordert.
Sharma sagte heute in Kiel: Bereits im letzten Frühjahr haben in Kiel rechte Gewalttäter und Neonazis Menschen mit anderer Gesinnung oder mit anderer Hautfarbe körperlich bedroht, sie haben Steine in die Schaufenster alternativer Läden geworfen und gezeigt, dass sie auch über 60 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft nichts begriffen haben. Die offizielle Reaktion aus dem Rathaus damals war Schweigen.
Nicht einmal ein Jahr später wurden in der Hansa-Druckerei und beim Buchladen Zapata in Kiel erneut Scheiben eingeworfen. Mitglieder der militanten faschistischen Aktionsgruppe Kiel brüsten sich mit diesen Taten und drohen weitere Gewalttaten an. Dieses Mal darf das Kieler Rathaus nicht wieder schweigen. Ich fordere alle Verantwortlichen im Rathaus auf, eindeutig zu erklären, dass die Landeshauptstadt zu ihren Bürgerinnen und Bürgern steht, gleich welche Hautfarbe, religiöse Überzeugung oder politische Gesinnung sie haben. Es muss deutlich werden, dass die Stadt um ihre Vergangenheit weiß und sich zu ihrer geschichtlichen Verantwortung bekennt, und dass Kiel eine Stadt ist, die zu ihren demokratischen Traditionen steht und sie täglich neu begründet. Eine Stadt, deren Bürgerinnen und Bürger sich bei allen politischen Meinungsverschiedenheiten doch in einem Wunsch unverbrüchlich einig sind. In dem Wunsch, dass von der Stadt Kiel immer nur Frieden und niemals Krieg ausgehen soll: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Die Ratsfraktion der LINKEN wird eine entsprechende Resolution für Demokratie und Toleranz, gegen Rassismus und Gewalt zur nächsten Ratsversammlung einbringen. Ich fordere alle Fraktionen auf, diese Resolution zu unterstützen.