4. März 2009

Die Finanzkrise wird zur realen Bedrohung für Millionen Menschen

Es ist zu befürchten, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten dramatisch ansteigen wird. Aus der Finanzkrise ist eine globale Wirtschaftskrise geworden. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl um rund 400.000 im Januar 2009 war nur ein kleiner Vorgeschmack, auf das, was im Laufe des Jahres droht. Die Finanzmarktkrise wird so zu einer realen Bedrohung für Millionen Menschen in Deutschland und bei vielen Menschen herrscht zu Recht große Unsicherheit vor über das, was auf sie zukommt. Wenn die Politik nicht konsequent umsteuert, werden die Folgen ein weiterer massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein massiver Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen sein. Von den anderen Parteien werden die Konsequenzen der Krise jedoch nur schrittweise eingestanden. Dies steht in einem scharfen Kontrast zu den milliardenschweren Rettungspaketen für die Banken. Doch mit dem sprunghaften Ansteigen der Arbeitslosenzahlen ist ein kollektiver Schock in der Bevölkerung zu erwarten.

Unsere Antwort: „Ein Schutzschirm für die Menschen!“

DIE LINKE ist die einzige Partei, die sich konsequent für den Schutz von Arbeitnehmer/innen, Rentner/innen, Erwerbslose und ihren Familien einsetzt - auch in Zeiten der Krise. Wir wollen nicht, dass die kleinen Leute die Zeche für die Finanzkrise zahlen. Unsere Antwort auf die gegenwärtige Krise lautet daher:

Wir wollen einen Schutzschirm für die Menschen – statt einem Schutzschirm bloß für Banken und Konzerne. Ein Schutzschirm für die Menschen, das heißt konkret:

  • Für ein Verbot von Massenentlassungen aufgrund der Finanzmarktkrise und für Belegschaftsbeteiligungen und mehr Mitbestimmung der Beschäftigten,
  • Arbeitszeitverkürzung statt Arbeitsplatzabbau,
  • Schaffung von mindestens 1.000.000 Arbeitsplätzen durch öffentliche Beschäftigungsprogramme,
  • Verlängerung des Bezugszeitraumes des Arbeitslosengelds I,
  • Erhöhung des Arbeitslosengelds II.