Rotes Kiel: Die Kieler LINKEN haben Sie zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 15. März 2009 nominiert dazu erst einmal herzlichen Glückwunsch. Und die Frage: Mit welchem Ziel treten Sie bei dieser Wahl an?
Raju Sharma: Die OB-Wahl in der Landeshauptstadt bilden den Auftakt zu einer ganzen Serie von wichtigen Abstimmungen in Schleswig-Holstein: Nur einige Wochen später finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt, dann folgen die Bundestagswahlen im Herbst; bis zu den Landtagswahlen 2010 sind es danach auch nur noch wenige Monate. Die LINKE wird bei all diesen Wahlen mit qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern antreten und sie hat sich entschlossen, den Bürgerinnen und Bürgern Kiels auch bei der Oberbürgermeisterwahl am 15. März 2009 eine wirkliche Alternative zu der auf Bundes- und Landesebene regierenden großen Koalition anzubieten. Uns geht es darum, die Sorgen und Nöte der Schwächsten und Verletztlichsten dieser Gesellschaft auf die politische Agenda zu bringen. Wenn uns das gelingt, hat sich der Einsatz schon gelohnt.
Rotes Kiel: Mit welchen Inhalten wollen Sie denn in den Wahlkampf gehen?
Raju Sharma: Im Mittelpunkt unseres Wahlkampfs werden die Menschen stehen, die am stärksten unter den Folgen einer jahrelangen Politik der Ungerechtigkeiten am stärksten zu leiden haben: Arbeitslose, Rentner, Menschen mit Migrationshintergrund, Familien mit Kindern, aber auch Studierende und einfache Arbeitnehmer, die häufig nicht wissen, wie sie mit ihrem spärlichen Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen.
Rotes Kiel: Und wie müsste man sich Ihre Amtsführung als Kieler Oberbürgermeisters vorstellen?
Raju Sharma: Ich bin, wie man so schön sagt, von Haus aus Jurist und habe jahrelange Führungserfahrungen auf allen Ebenen der Kommunal- und Landesverwaltung sammeln können. Zurzeit arbeite ich als Referatsleiter in der Staatskanzlei. An meiner fachlichen Qualifikation für das OB-Amt gibt es von daher keine Zweifel. Als OB wäre mir wichtig, dass wir deutlich machen, welche Möglichkeiten Kiel hat, um den Anspruch einer sozialen, weltoffenen, und kulturell reichen Landeshauptstadt mit Leben zu erfüllen. Und dafür braucht es einen Oberbürgermeister, der sich ohne Rücksicht auf großkoalitionäre Parteiräson beim Bund und beim Land ganz für die berechtigten Belange Kiels einsetzen kann.
Rotes Kiel: Vielen Dank für das Gespräch.
Raju Sharma: Da nicht für. Es war mir ein Vergnügen.