3. August 2011

Die Linke fordert Sprachunterricht für Migrantinnen und Migranten in ihrer Muttersprache

„ Schlechte Bildungschancen und soziale Ungleichheit sind die größten Integrationshemmnisse in unserer Gesellschaft“, stellt Seyran Papo, Vorstandsmitglied der Linken in Schleswig-Holstein fest.

In Schleswig-Holstein wird die Empfehlung,  der KMK ( Kultusministerkonferenz ) vom 24.5.1976, Kinder in ihrer Muttersprache bis zu 5 Stunden in der Woche zu unterrichten, kaum umgesetzt. Andere Bundesländer sind auf diesem Weg längst um einiges weiter und bieten für MigrantInnen den herkunftssprachlichen Unterricht (HSU) an. In Hessen ist es sogar Pflicht an diesem Unterricht teil zu nehmen. Schleswig-Holstein ist bei den Bundesländern absolutes Schlusslicht was HSU betrifft. Die einzige Unterstützung des Landes, für durch Vereine und Konsulate organisierten Herkunftssprachlichen Unterricht, ist bisher nur die Bereitstellung von Räumen in den Schulen.„ Das reicht nicht annähernd aus. Der Bedarf  kann derzeit nicht gedeckt und das Ziel nicht erreicht werden. Die Ergebnisse vieler Untersuchungen zeigen deutlich, dass die Pflege der Herkunftssprache für die Entwicklung der Persönlichkeit und das Erlernen weiterer Sprachen sehr wichtig ist“, sagt Seyran Papo weiter.

Die Linke fordert das HSU wie in Hessen Pflichtfach wird.

HSU Unterricht soll allen Kindern von der 1 bis zur10 Klasse offen stehen. Hierbei ist es wichtig das HSU auch als vollwertiges Fach in der Schule oder beim Abitur anerkannt werden kann.

„Der sogenannte Konsularunterricht ist keine Alternative, da wie zum Beispiel kurdisch in keinem Land als offizielle Muttersprache anerkannt ist“, so Seyran Papo abschließend.