16. Mai 2011

LINKE: Qualität der Betreungsangebote muss gewährleistet bleiben

DIE LINKE kritisiert das Vorgehen der Stadt Kiel bei der Fortschreibung und Aktualisierung der Kita-bedarfsplanung 2011/ 2012. Die Planungen der Stadt beabsichtigen die Schulkindbetreuung an die Schulen zu verlagern, die Horte mittelfristig abzubauen, um freie Raumkapazitäten für den Ausbau der benötigten Betreuungsplatzangebote, insbesondere für unter 3-jährige Kinder zu nutzen.

" Bemühungen der Verwaltung die Betreuungsangebote für unter 3-jährige auszubauen, wie es der Gesetzgeber bis 2013 zwingend vorschreibt, sind durchaus angezeigt, ",so Detlef Hackethal, Vertreter der Partei im Ausschuss für Schule und Sport, " aber mit der Idee, dass zukünftig die Schulen für die Hortkinder zuständig sein sollen, sind in Hinblick auf die Qualität der Betreuung massive Verschlechterungen zu befürchten. Das werden die Nachmittagsangebote von Ganztagsschule und Betreuter Grundschule nicht leisten können."

Die, meist von Vereinen getragenen, Nachmittags-AG`s an Schulen sind bei weitem kein Ersatz für das Angebot , dass Kitas und Horte mit ihrem qualifizierten Personal in der Kinderbetreuung anbieten. Die Beschwerden vom Kreiselternbeirat und der Landeselternvertretung zielen nach Auffassung der LINKEN in diese Richtung.
" Wir sind von besorgten Eltern angesprochen worden, die empört sind darüber, wie wenig sie in die Planungen einbezogen werden. Viele von ihnen haben den Eindruck, man wolle sie ungehört vor vollendete Tatsachen stellen", so Hackethal abschließend.

DIE LINKE fordert die Kooperation von SPD, GRÜNEN und SSW auf, die Interessen der Kinder und die Befürchtungen und Ängste der Eltern ernst zu nehmen und die geplante Beschlussfassung in der Ratsversammlung am kommenden Donnerstag erst einmal zu verschieben, um die Zeit für Gespräche mit allen Beteiligten zu nutzen.